Skywatcher Newton 150P/750 Black Diamond NEQ-3
Dieses vielseitige Newton Spiegelteleskop bietet dem Einsteiger wie dem fortgeschrittenen Beobachter viel Licht und hohe Stabilität für wenig Geld. Unser Verkaufspreis: Nur CHF 598.-

 

 

 

 

Celestron Explorascope 80
Ultra-transportables Newton-Spiegelteleskop mit aufrechtem, seitenrichtigen Bildfeld, 80mm Öffnung, 550mm Brennweite mit Lichtzahl f/6.8.

 

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

Unseren aktuellen Astronomie-Katalog finden Sie unter der Rubrik Downloads.
Das menschliche Auge
von Buch „Schau mal in die Sterne“, Kosmos Verlag, Stuttgart
 Grundsätzlich sei zunächst einmal festgestellt, dass zur Beobachtung des Sternenhimmels nicht unbedingt optische Hilfsmittel nötig sind. Der Anblick des Sternenhimmels in dunkler, mondloser Nacht mit seinen jahreszeitlich wechselnden vertrauten Bildern und Objekten kann in dieser umfassenden Gesamtschau durch kein Fernrohrbild ersetzt werden.

Das menschliche Auge.pdf

Anmerkung zum Teleskopkauf
von Buch „Tipps und Tricks für Sternfreunde“, Verlag Sterne und Weltraum, Heidelberg - Bild: Ruedi Löffel, Amateurastronom, Sissach/BL
 Wollen Sie ein Teleskop kaufen, bzw. einen Kaufinteressenten beraten (der Autor tut das an der Volkssternwarte Hannover oft), gilt es prinzipiell zu unterscheiden zwischen Instrument, Montierung und Okularen. Weiterhin wichtig sind natürlich die bevorzugten Beobachtungsobjekte, die hauptsächliche Art der Beobachtung (fotografisch oder visuell), der Beobachtungsstandort (transportabel oder stationär) und - natürlich - das Budget, welches dem Interessenten zur Verfügung steht.

Anmerkung zum Teleskopkauf.pdf

Objektiv-Anwendungen in der Astrofotografie
von www.astroinfo.ch - Bild: Markus Beer, Amateurastronom, Halten/SO
 Alle Arten von handelsüblichen Kameraobjektiven liefern beeindruckende Fotos des Sternenhimmels und von astronomischen Objekten. Zahlreiche Objekte und Erscheinungen, zum Beispiel die Milchstrasse, lassen sich mit kurzbrennweitigen Objektiven viel eindrucksvoller fotografieren als mit grossen Teleskopen. Der Satz „Jedes Fernrohr hat seinen Himmel“ gilt genauso für Objektive. Dieser Artikel ist zweigeteilt, es werden Kameraobjektive und danach Spektive besprochen.

Objektiv-Anwendungen in der Astrofotografie.pdf
http://lexikon.astronomie.info/foto/serie/

Anfängertipps
von Stefan Beckmann, Amateurastronom, Bern - Bild: Verkehrsverein Elm/GL
 -Welches Teleskop soll ich mir kaufen? -Was kann ich am Himmel beobachten? -Die Montierung -Sinnvolles Zubehör -Ein Blick durchs Okular -Wie finde ich ein Beobachtungsobjekt am Himmel? und andere hilfreiche Informationen

Anfängertipps.pdf

Astronomie - Ihr neues Hobby
von Meade Instruments Europe, München
 Jedes Teleskop hat seinen Himmel. Zuerst müssen Sie sich überlegen, welche Faktoren für Sie wichtig sind (z.B. Transportabilität, optische Leistung, automatische Sucherfunktion). Erst dann haben Sie die Gewissheit, dass Ihr Teleskop noch viele Jahre Ihr Begleiter durch das Universum sein wird.

Astronomie Ihr neues Hobby.pdf
http://www.meade.de

Begriffe aus Astronomie und Raumfahrt (Glossar)
von Foto Video Zumstein AG, Bern - Bild: Michel Figi, Foto Video Zumstein AG, Bern
 Die Astronomie... - ist immer noch eines der schönsten, abwechslungsreichsten, spannendsten und entspannendsten Hobbys zugleich. Hier bekommen Sie auch Beratung und wertvolle Hinweise für Ihre nächtlichen Exkursionen in die Tiefen unseres Universums. Für den reinen Anfänger mögen einige Ausdrücke und Bezeichnungen zunächst vielleicht nicht ganz verständlich sein; dennoch sind wir überzeugt, dass auch ein absoluter Neuling in dieser Materie die allermeisten Erklärungen verstehen wird, sei es über die Fotos, oder aus dem Zusammenhang der Beschreibungen. Aus diesem Grunde haben wir Ihnen hier ein Glossar zusammengestellt, welcher Ihnen die Begriffe, sortiert nach Alphabet, etwas näher bringen soll...

Begriffe aus Astronomie und Raumfahrt.pdf

Die Optik im Detail
von Buch „Schule der Foto-/Video-Warenkunde“, Verlag Kellner und Schick - Bild: Google
 Optik (griech. optike ”Lehre vom Sichtbaren“, optiko ”zum Sehen gehörig“, zu opsis ”das Sehen“) ist ein Bereich der Physik, der sich mit der Ausbreitung von Licht und dessen Wechselwirkung mit Materie insbesondere im Zusammenhang mit optischen Abbildungen beschäftigt. Optik wird daher auch als die Lehre vom Licht bezeichnet. Unter Licht versteht man in der Regel den sichtbaren Teil des elektromagnetischen Spektrums. Viele Gesetzmässigkeiten und Methoden der klassischen Optik gelten allerdings auch ausserhalb des Bereichs sichtbaren Lichts. Dies erlaubt eine Übertragung der Erkenntnisse der Optik auf andere Spektralbereiche von Röntgenstrahlung bis hin zu Mikro- und Funkwellen. Auch Strahlen geladener Teilchen bewegen sich in elektrischen oder magnetischen Feldern oft nach den Gesetzen der Optik.

Die Optik im Detail.pdf

Mondfinsternisse erfolgreich fotografieren
von astroinfo.ch - Bild: Patrizio Calderari, Amateurastronom, Mendrisio/TI
 Mondfinsternisse gehören aufgrund ihres Farbenspiels zu den eindrucksvollsten Naturereignissen überhaupt. Häufig liegen mehrere Jahre zwischen zwei gut beobachtbaren Finsternissen. Mondfinsternisse sind seltene Ereignisse, Fotografien haben somit neben ihrer Ästhetik einen grossen Erinnerungswert. Mondfinsternisse lassen sich bereits mit ruhender Kamera gut fotografieren, jede Ausrüstung und Brennweite liefert auf ihre Weise beeindruckende Ergebnisse.

Mondfinsternisse erfolgreich fotografieren.pdf

Unser Beobachtungsplatz auf dem Gurnigel/BE
von Manuel Jung, Amateurastronom, Bern
 Wer in einer klaren Wochenend-Nacht auf dem Gurnigel bei der Plattform neben der Stierenhütte vorbeikommt, trifft sie an: Amateur-Astronomen aus dem ganzen Mittelland, die hier einen Ort ohne Lichtverschmutzung finden.
http://www.gantrischpost.ch/aktuelleausgabe_archiv/0502/0502_05.php

Die Okularauswahl
von Foto Video Zumstein AG, Bern
 Wichtige Tipps zur Okularauswahl Die Güte eines Okulars wird unabhängig von seiner Brennweite durch sein scheinbares Gesichtsfeld, das Einblickverhalten und die Eignung für schnelle Öffnungsverhältnisse bestimmt.

Inhalt:

Das scheinbare und absolute Gesichtsfeld
Das scheinbare Gesichtsfeld kann man sich dabei vorstellen, als den Winkel, unter dem man das vom Teleskop erzeugte Bild sieht. Als hypothetisches Beispiel nehmen wir einmal ein Okular mit einem Eigengesichtsfeld von 10°. Dies ist nur ein Bruchteil des Bildfeldes, das das Auge sehen kann. Das Bild erscheint wie durch eine lange Röhre betrachtet. Bei einem Eigengesichtsfeld von 70° nähern wir uns bereits dem Winkel, den auch ein unbewaffnetes Auge sieht. Ein Blick durch so ein Okular wird mehr einem Blick durch ein Fenster ähneln, mit nur einer leichten runden Begrenzung. Das absolute Ge­sichtsfeld ist der tatsächliche Bereich des Himmels, den man durch ein bestimmtes Teleskop mit einem bestimmten Okular sehen kann. So hat z.B. ein 16mm Plössl beim 8“ LX200 GPS ein absolutes Gesichtsfeld von 0.37°, ein 14mm Ultra­weit­winkel erreicht am gleichen Teleskop ein Gesichtsfeld von 0.59°, obwohl die Vergrösserung höher ist.

Das Einblickverhalten
Von grösster praktischer Bedeutung für die Beobachtung ist das Einblickverhalten eines Okulars. Je leichter und unver­krampfter man das Objekt sehen kann, desto öfter wird das Okular verwendet werden. Bei Tag findet man das Gesichts­feld eines Okulars sehr schnell, es bildet sich als helles Scheibchen im Okular ab. Bei Nacht wird die Situation schwieriger. Das Bild des Objekts ist dunkel, die Augenmuschel des Okulars ist schwarz und ringsum ist es auch dunkel. Ist das Ein­blickverhalten nicht optimal, so muss man die einmal gefundene Position des Auges hinter dem Okular strikt einhalten, sonst verschwindet das Bild wieder. Das führt zu einer verkrampften Haltung, die den Beobachtungskomfort beeinträchtigt.


Billigtaukappe aus Wellkarton
von Google - Peter Wienerroither
 Wer ein geschlossenes Teleskopsystem wie z.B. Schmidt-Cassegrain oder auch Refraktoren hat, kennt auch das Problem mit Tau. Bei Temperaturen unter 10°C und entsprechender Luftfeuchtigkeit beschlagen die Frontlinse bzw. die Korrekturplatte innerhalb kurzer Zeit.
http://homepage.univie.ac.at/peter.wienerroither/pwasttd.htm

Inhalt:
Die effektivste Lösung besteht in der (aufwendigen) Beheizung der Frontlinse. Eine einfachere Lösung ist eine Taukappe. Für so gut wie jedes Teleskop ist eine Taukappe optional erhältlich. Meist ist sie aus Metall, schwer, sperrig und teuer. Und Metall zieht Tau an - zumindest auf der Aussenseite. Die einfachste, billigste und sehr wirkungsvolle Taukappe fand ich in einer Rolle schwarzen Wellkarton. Rohrseitig wird die Rolle mit Gummiringen fixiert, auf der offenen Seite wird sie durch eine Büroklammer zusammengehalten. Die ideale Länge ist der ein- bis zweifache Tubusdurchmesser. Nach Gebrauch wird sie platzsparend zusammengerollt. Geht sie kaputt, kauft man um wenig Geld eine neue. Bis jetzt hatte ich auch unter extremen Bedingungen keine Probleme mit Tau und zusätzlich ist es ein guter Streulichtschutz.

Sternwartenbesuche rund um Bern
von Foto Video Zumstein AG Bern
 Wo kann ich die Sternenwelt sehen, ohne grossen Aufwand? Bevor ich mich mit einem Teleskopkauf befassen muss, möchte ich gerne die Sternenwelt etwas näher kennen lernen. Wo kann ich dies in einer Sternwarte ausüben?

Jahresprogramm 2009.pdf
http://www.sternwarten-bern.ch/

Inhalt:

Sternwarte Uecht - Niedermuhlern/BE
Erreichbar mit dem Auto oder mit dem Postauto
Parkplätze sind vorhanden.

Homepage: www.uecht.ch

Karte vergrössern durch anklicken

Ausgehend von der Post in Niedermuhlern erreicht man die Sternwarte nach 1,5 km über einen ausgeschilderten Weg.

 

Sternwarte Planetarium Sirius, Schwanden-Sigriswil/BE
Besucher aus Richtung Bern: Verlassen Sie die Autobahn A6 bei der Ausfahrt Thun Nord und fahren Sie in Thun Richtung Gunten. Nach Oberhofen/Langenschachen zweigen Sie nach Schwanden Aeschlen ab. Die Anlage Sternwarte Planetarium SIRIUS ist von da an ausgeschildert. Besucher aus Richtung Interlaken fahren via Gunten, Sigriswil und Tschingel nach Schwanden.

Homepage: www.sternwarte-planetarium.ch
Jahresprogramm 2009 siehe PDF-Link unten


Aufsuchkarte Sternwarte Planetarium SIRIUS

 


Die Entstehung einer Mondfinsternis
von Peter Goletz
 Zu einer Verfinsterung des Mondes kommt es, wenn dieser vom Erdschatten getroffen wird. Dazu müssen Sonne und Mond in Opposition stehen, d. h. von der Erde aus betrachtet sich beide am Firmament gegenüberstehen - es muss also Vollmond sein. Dann geht der Mond bei Sonnenuntergang auf, durchwandert gegen Mitternacht den Meridian - seinen höchsten Punkt am Himmel und taucht hinter den Horizont, wenn die Sonne morgens am Osthorizont wieder aufgeht.

Inhalt:

Auch muss der Mond in oder nahe einem seiner beiden Bahnknoten stehen, damit er nicht ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbeiwandert. Denn die Bahn unseres Trabanten verläuft nicht genau in der Bahnebene der Erde, sondern ist etwa 5 Grad zu ihr geneigt. Nur wenn er die Ekliptik kreuzt, tritt er in den Schattenkegel der Erde ein. Das bedeutet, dass nicht bei jeder Oppositionsstellung eine Verfinsterung möglich ist. Die beiden Bahnknoten sind scheinbare Schnittpunkte der Mondbahn mit der Ekliptik, sie werden auch Drachenpunkte genannt. Das rührt daher, weil einst die Chinesen glaubten, wenn sich der Mond verfinstert, würde ihn ein Drache verschlingen und später wieder ausspucken. Es können drei Arten von Mondfinsternissen unterschieden werden. Zum einen die Halbschattenfinsternis, die partielle sowie die totale Mondfinsternis. Ist der Vollmond zu weit von der Erdbahnebene, der sogenannten Ekliptik entfernt, taucht der überhaupt nicht in den Kernschatten der Erde ein, sondern wandert nur durch den Halbschatten. Eine Halbschattenfinsternis ist daher nur äußerst schwierig bis gar nicht beobachtbar. Dieses unauffällige Ereignis wird von den Erdbewohnern meist gar nicht wahrgenommen. Eine partielle, also teilweise Verfinsterung erfolgt, wenn die voll beleuchtete Mondscheibe nur zu einem Teil vom Kernschatten der Erde bedeckt wird. Bei einer totalen Finsternis tritt der Mond vollständig in den Schattenkegel ein.

Farbenspiel
Da unser Heimatplanet von einer relativ dichten Lufthülle umgeben ist, wirkt der Kernschatten auf der Mondoberfläche nicht scharf begrenzt, sondern diffus. Die Atmosphäre bewirkt ebenso, dass die im Schatten liegenden Mondgebiete nicht völlig dunkel erscheinen. In der totalen Phase der Finsternis zeigt der Mond meist einen rötlichen bis kupferfarbenen Farbton. Das liegt daran, dass durch die atmosphärische Refraktion, d. h. Brechung der Sonnenstrahlen durch die Luftmoleküle, vermehrt langwelliges rotes Licht noch teilweise in den Kernschattenbereich abgelenkt bzw. gestreut wird. Auch der Verunreinigungssgrad der Erdatmosphäre beeinflusst die Farbe und Helligkeit der Mondoberfläche. So können größere Vulkanausbrüche genauso wie die von der Menschheit leider herbeigeführte Umweltverschmutzung mit Ruß-/Staubpartikeln der Lufthülle die Finsternis dunkler uns kupferner erscheinen lassen.

Der gesamte Verlauf dieses astronomischen Ereignisses ist von ganz Europa bis in das westliche Asien und hinab in Afrika zu beobachten. Auf dem nord- und südamerikanischen Kontinent sieht man nur das Ende der Finsternis

Astronomische Arbeitsgruppe, Laufen


Meteore - Einführung in die Astrofotografie
von
 Zur Meteorfotografie benötigt man keine grosse Fotoausrüstung. Teleskope sind, wie wir noch sehen werden, ausser zur Nachführung eher hinderlich. Es wird lediglich eine stabile Aufstellung für die Kamera benötigt. Die Fotografie von Meteoren bringt ein in der Astrofotografie eher untypisches Problem mit sich, das sich insbesondere bei digitalen Spiegelreflexkameras mit einem kleineren Sensor gegenüber dem Vollformat bemerkbar macht: Man benötigt eine möglichst kurze Brennweite, um möglichst große Himmelsareale zu erfassen. Das ist erforderlich, da sich einzelne Meteore nicht vorhersagen lassen und ihre Erfassung mit langen Brennweiten und Teleobjektiven auch bei Meteorströmen, die sich als ganze voraussagen lassen, stark vom Glück abhängt.
http://news.astronomie.info/sky200808/thema.html

Inhalt:

Empfehlenswert sind Superweitwinkelobjektive, da sie einen sehr grossen Bereich des Himmels abdecken. Die kürzesten Brennweiten, nämlich nur etwa acht Millimeter (vom Fabrikat abhängig), haben die leider sehr teuren Fischaugen-Objektive, auch Fisheye genannt. Wenn man diese Spezialobjektive in den Zenit (den höchsten Punkt am Himmel) richtet, erfassen sie im Vollformat den gesamten Himmel. Hierbei wird ein kreisförmiges Bild aufgenommen, dessen Rand der Horizont ist. Der Rest des Bildformates bleibt schwarz.

Bei der Meteorfotografie sind Vollformat-Sensoren leicht im Vorteil: Sie erfassen bei gleicher Brennweite ein größeres Bildfeld. Die Chance, einen Meteor zu erfassen, steigt also. Mit einem kleineren Sensor benötigt man für sehr grosse Gesichtsfelder extremere Brennweiten. Dieser Punkt steigert die Kosten des Gesamtsystems dramatisch. Dennoch kann man auch mit digitalen Spiegelreflexkameras mit kleinerem Sensor hervorragende Meteoraufnahmen gewinnen.

Bei der Fotografie von Meteoren sind Digicams im Nachteil, da sich die benötigten langen Belichtungszeiten nur schwer realisieren lassen. Ausserdem haben sie erfahrungsgemäss ein stärkeres Hintergrundrauschen, in dem schwächere Meteore untergehen können.

Meteore wandern extrem schnell über den Himmel, ihre Erscheinung dauert maximal einige Sekunden. Hierbei erzeugen sie eine helle Leuchtspur. Aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit können sie dabei über den halben Himmel wandern.

Die besten Chancen, einen Meteor zu fotografieren, hat man, wenn man früh morgens in Richtung Westen beobachtet. Der Grund hierfür ist, dass wir dann aufgrund der Erdrotation in die gleiche Richtung schauen, in der sich die Erde um die Sonne dreht. Ein vergleichbarer Effekt ergibt sich bei einer Autofahrt im Schneesturm: Beim Blick durch die Windschutzscheibe treffen viele Schneeflocken das Auto. Die Heckseite des Fahrzeuges hingegen bleibt weitestgehend frei vom Schnee. Auch Meteorströme lassen sich am besten beobachten, wenn der Radiant (siehe unten) morgens im Westen liegt.

Meteorfotografie mit ruhender Kamera
Die prinzipielle Vorgehensweise bei der Meteorfotografie mit ruhender Kamera ist mit der Fotografie von Sternstrichspuren identisch. Man muss die Kamera über einen sehr langen Zeitraum, mitunter mehrere Stunden, auf das betreffende Gebiet des Himmels richten und den Verschluss über diese Zeitspanne geöffnet lassen. Hierfür wird ein absolut dunkler Himmel ohne jegliches Streulicht benötigt. Selbst der Halbmond ist für solche Fotoprojekte noch zu hell.

Sporadische Meteore
Die sporadischen Meteore sind eine zufällige Erscheinung. Sie treten ohne Regelmässigkeit oder erkennbares Muster in die Atmonsphäre ein. Ihre fotografische Erfassung ist also in erheblichem Maße vom Glück abhängig. Die Trefferwahrscheinlichkeit lässt sich jedoch erhöhen, indem man eine möglichst kurze Brennweite verwendet und die Kamera früh morgens in Richtung Westen richtet. Die Meteorspuren durchschneiden dann die Sternstrichspuren.

Meteorströme
Meteorströme entstammen Schwärmen von Meteoroiden, die gemeinsam um die Sonne kreisen. Tritt ein Meteorschauer auf, schneidet die Erde die Umlaufbahn eines solchen Meteorstromes. Hierbei handelt es sich in der Regel um die Überreste ausgegaster Kometen oder von ihnen ausgestoßenes Material. Dieses Material verteilt sich im Laufe der Zeit entlang der Kometenbahn. Meteorströme treten also jährlich zur gleichen Zeit auf, wenn sich Erd- und Kometenbahn schneiden. Ist der "Mutterkomet" noch vorhanden, treten Meteorströme in grösseren Abständen besonders stark auf, wenn der Mutterkomet in Erdnähe ist.

Meteorströme unterscheiden sich wesentlich von sporadischen Meteoren: Die zu einem Strom gehörenden Meteore scheinen alle von einem gemeinsamen Ursprungspunkt, dem Radianten, wegzuströmen. Hierbei handelt es sich um einen perspektivischen Effekt, der sich wiederum mit dem Blick aus einem fahrenden Auto bei Schneesturm vergleichen lässt: Wenn man in Fahrtrichtung aus dem Fenster schaut, scheinen alle Schneeflocken von einem Punkt ausgehend auf die Windschutzscheibe zu treffen.

Das folgende Foto zeigt den Meteorstrom der Perseiden. Durch die Verkleinerung erkennt man nur den hellsten Meteor, die linearen Spuren links im Bild sind Flugzeuge. Aufgenommen wurde mit einer Nikon D70 bei ISO 1600 und f=17 Millimeter bei f/3,5. Es wurden zahlreiche Aufnahmen mit je 30 Sekunden Belichtungszeit addiert.

Sofern die Position des Radianten bekannt ist, kann die Kamera mit Weitwinkelobjektiv auf ihn ausgerichtet werden. Wenn bei dunklem Himmel entsprechend lange belichtet wird, bekommt man fast immer einen oder mehrere Meteore aufs Bild, sofern man die Zeit des Maximums abpassen kann. Ansonsten wird wie oben beschrieben verfahren.

Allerdings muss gesagt werden, dass bei weitem nicht alle Meteore ihre Leuchtspur in unmittelbarer Nähe des Radianten beginnen lassen. Ihr Startpunkt kann durchaus über zehn Grad vom Radiant entfernt liegen. Wenn man diese Meteorspuren rückwärts verlängert, schneiden sie sich in sehr guter Näherung im Radiant des Meteorstromes.

Verzichtet man hierbei auf eine Nachführung, geht der Effekt des Radianten verloren, da er sich im Laufe der oft stundenlangen Belichtungszeiten durch das Bildfeld bewegt.

Meteorfotografie mit Nachführung
Bei der Meteorfotografie ist eine Nachführung nur sinnvoll, wenn der Radiant des Stromes bekannt ist und der Effekt, dass alle Mitglieder des Meteorstromes von ihm ausgehen, dokumentiert werden soll.

Für eine stundenlange Nachführung, wie sie bei der Meteorfotografie mitunter erforderlich ist, muss die parallaktische Montierung der Kamera sehr genau eingenordet werden und eine regelmässige Nachführkontrolle sichergestellt sein. Bei ungenauer Nachführung werden die Sterne zu konzentrischen Strichspuren verzerrt, die sich um den Leitstern als Kreismittelpunkt anordnen.

Im Falle von sporadischen Meteoren kann man mit Nachführung keine zusätzlichen Meteorspuren einfangen. Das liegt daran, dass die Wahrscheinlichkeit, einen sporadischen Meteor mit einem gegebenen Bildwinkel abzubilden, stets gleich gross ist. Hierbei ist es egal, ob der Bildausschnitt mit Nachführung der gleiche bleibt oder ohne Nachführung mit der Zeit variabel ist.

Der einzige Vorteil einer Nachführung bei sporadischen Meteoren besteht darin, dass die Sterne dann punktförmig erscheinen und die Meteorspuren dann deutlicher erkennbar sind.


Dr. Bruno L. Stanek
von Foto Video Zumstein AG Bern
 Dr. Bruno L. Stanek Bruno Stanek hat schon über die letzten Mondlandungen berichtet und hält seit bald 40 Jahren Vorträge über Ausserirdisches. Im nächsten Jahrzehnt stehen neue Mondflüge in viel grösserem Rahmen als einstmals vor der Tür, und das Thema führte zu einer eigentlichen Renaissance des Interesses.
http://www.stanek.ch

Inhalt:

Die Medienlandschaft hat sich zwar verändert, der Zuschauer ist oft schlechter informiert als seinerzeit, obwohl die multimedialen Möglichkeiten gewaltig wären, wie sich in Stanek's Vortragsabenden immer wieder zeigt. Gleichzeitig zur Planung neuer Mondflüge halten unbemannte Raumsonden derzeit reiche Ernte bei der Erforschung von Mars, Saturn oder den Planetoiden, und neue Raumschiffe sind bereits von Merkur bis Pluto unterwegs. Die beiden Marsautos "Spirit" und "Opportunity" fahren inzwischen schon im vierten Jahr auf dem Roten Planeten Kilometer um Kilometer und haben bald 200'000 Funkbilder sowie neue Erkenntnisse über den erdähnlichen Planeten geliefert. Die Forscher hätten schon eine 90tägige Expedition als Erfolg gewertet und haben jenen auch mehr als verdient. Alle zwei Jahre starten jetzt abermals verbesserte Sonden und bereiten das Terrain für die Zeit bemannter Missionen vor, die 10 bis 20 Jahre nach den permanenten Basen an den Mondpolen zu erwarten sind. Stanek zeigt dazu insbesondere echte Landschaftsfilme von Mars, aber auch äusserst realistische Projektfilme zu den kommenden Abenteuern, wie man das nach seinen Berner Vorträgen in den letzten Jahren erwarten darf. Viele brennende Fragen weden da bereits beantwortet, ob während dem 90minütigen Referat oder anschliessend bei der Diskussion.

Vorträge siehe Webseite!


Himmlische Lightshow: Die Silvester-Mondfinsternis
von Interstellarum Ronald Stoyan
 Böller, Raketen, Feuerwerk - bevor es zum Jahreswechsel richtig laut wird, gibt es eine stillere Lightshow am Himmel zu bewundern:

Inhalt:
Zwischen 19:52 MEZ und 20:54 MEZ streift der Vollmond den Kernschatten der Erde. Nur zu 8% taucht unser Mond allerdings in den Schatten ein, so dass es lediglich zu einer partiellen Mondfinsternis kommt. Der Höhepunkt ist um 20:23 MEZ erreicht.

Der Erste Kontakt mit dem Halbschatten tritt bereits um 18:15 MEZ ein, ist jedoch nicht visuell beobachtbar. Erst ab 19:52 MEZ ist der Erdschatten als rötliche Kante im Süden des Mondes zu erkennen. Nach dem Verlassen des Kernschattens um 20:54 MEZ wandert der Mond bis 22:30 MEZ noch durch den Halbschatten, was aber ebenfalls visuell verborgen bleibt. Die nächste vom deutschen Sprachraum aus sichtbare Mondfinsternis wird erst am 21. Dezember 2010 stattfinden - dann allerdings kommt es zu einer fast zentralen Totalen Mondfinsternis.

Webdesign by WebMultiMedia © 2010 Foto Video Zumstein AG